Falls du dich fragst, was die CE-Edition ist:
Die Complete and Annotated Edition (CE) ist eine Ausgabe von Ein Kurs in Wundern, die zusätzliches Material aus dem ursprünglichen Diktat an Helen Schucman enthält (und viele Anmerkungen) – Material, das in der Standardausgabe fehlt. Leider gibt es die CE Edition derzeit nur auf Englisch.
In diesem Artikel erfährst du, wie dieses „dicke lila Buch“ zu Joan kam – und wie es ihre Sicht auf Ein Kurs in Wundern verändert hat..
Das lila Buch, das mein Leben veränderte
Es war Anfang Januar 2017, als ich mich für ein Webinar von Lisa Natoli anmeldete: "One Bold Decision: Change your Story, Change Your Life". Ich freute mich riesig darauf, weil Lisa schon angekündigt hatte, dass sie dort die CE Edition vorstellen würde – eine brandneue Ausgabe von Ein Kurs in Wundern, gerade erst erschienen.
Da war Lisa und sprudelte nur so vor Begeisterung. Sie erzählte von dieser neuen Ausgabe, davon wie nah ihr Jesus darin ist, wie lebendig, wie direkt. Wie sie beim Lesen die ganze Zeit das Gefühl hat, er ist wirklich dabei.
Ich saß da und hörte zu, und in mir war nur ein einziger Gedanke: Ich will dieses Buch, so sehr.
Dann sagte Lisa spontan, sie würde drei Exemplare verlosen. Ich meldete mich auf der Stelle. Und bevor das Webinar zu Ende war, hörte ich, dass ich eines gewonnen hatte. Ich kann dir nicht sagen, wie aufgeregt ich war!
Fast einen Monat musste ich warten – die erste Auflage war noch nicht offiziell erhältlich, und der Versand aus den USA dauerte seine Zeit. Dann, Mitte Februar 2017, stand ein schweres Paket vor meiner Tür. Darin: ein dickes lila Buch, 1933 Seiten, 1640 Gramm - ja, ich habe es gewogen. Mimi hatte damals das Auspacken fotografiert, und ich habe die Fotos sogar wiedergefunden. Ich liebe es, mich so aufgeregt und voller Freude zu sehen – und ich sage dir: diese Freude über das Buch hat sich bis heute gehalten.



Ich fing an zu lesen – und konnte nicht mehr aufhören.
Schon im ersten Kapitel, bei den Wundergrundsätzen, passierte etwas mit mir. Die Puzzlestückchen fielen auf ihren Platz, eines nach dem anderen – klick, klick, klick. Dinge, die ich aus der Standardausgabe kannte, aber nie wirklich greifen konnte, öffneten sich auf einmal. Da war so viel Klarheit, so viel verständliche Logik, und vor allem: so viel Nähe zu Jesus. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, er geht mit mir persönlich an der Hand durch die Wundergrundsätze.
Drei Monate später, im April 2017, trat ich der Course Companions-Gemeinschaft von Robert und Emily bei. Mit ihnen zusammen ging das Kurs-Abenteuer noch einmal ganz neu los – wir arbeiteten uns gemeinsam durch den gesamten Kurs in der CE-Edition. Ich bin bis heute begeistertes Mitglied, und diese Zeit hat das Fundament gelegt für alles, was ich seither mit dem Kurs mache und wie ich ihn heute selbst unterrichte.
Durch Lisa habe ich gelernt, was Heilung wirklich bedeutet. Durch Robert und Emily habe ich erfahren, wie nah Jesus uns im Kurs steht – und wie seine Botschaft immer wieder neu, lebendig und persönlich werden kann, wenn wir bereit sind, uns darauf einzulassen
Was macht diese Ausgabe so besonders?
Bist du mit der Entstehungsgeschichte von Ein Kurs in Wundern nicht vertraut? Hier ein paar Sätze dazu: Das Material, das schließlich Ein Kurs in Wundern wurde, ist zwischen 1965 und 1972 von einer New Yorker Psychologin an der Columbia University namens Helen Schucman aufgeschrieben worden. Fast täglich, über sieben Jahre hinweg, hörte sie eine innere Stimme, die sie als Jesus erkannte und die sie diktierte. Ihr Kollege Bill Thetford unterstützte sie in dieser Zeit; am nächsten Tag tippte er Helens handgeschriebene Notizen ab.
Als der Text in den 1970er-Jahren für die Veröffentlichung vorbereitet wurde, traf man eine weitreichende Entscheidung: Alle Passagen in denen Jesus Helen und Bill direkt ansprach und auf konkrete, persönliche oder weltliche Begebenheiten einging – wurden herausgenommen. Das waren insgesamt rund 45.000 Wörter. Die Standardausgabe, die wir heute in Deutschland vom Greuthof Verlag kennen, ist das Ergebnis dieser Bearbeitung.
Diese Entscheidung ergab damals durchaus Sinn: Der Kurs sollte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich werden, ohne die Aussagen, die damals zu persönlich erschienen. Aber das Originalmaterial war so viel reicher – und irgendwann war die Zeit einfach reif, es vollständig ans Licht zu bringen.
Robert Perry von der Circle of Atonement verbrachte über zehn Jahre damit, Helens Originalnotizen erneut abzutippen und den vollständigen Text wiederherzustellen. Das Ergebnis ist die Complete and Annotated Edition – kurz: die CE – ergänzt durch umfangreiche erklärende Fußnoten. Allein die ersten vier Kapitel sind darin etwa doppelt so lang wie in der Standardausgabe. Und dieser Unterschied ist nicht nur eine Frage der Länge – er verändert die Leseerfahrung grundlegend. Du begegnest einem Jesus, der nicht nur lehrt, sondern begleitet. Der Helen und Bill kennt, liebt – und sie durch alle Höhen und Tiefen dieses Prozesses trägt.
Was sind die Cameos?
Aus dem reichen Material von Helens Originalnotizen hat Robert Perry 33 kurze Essays destilliert, die er Cameos nennt. Jedes davon erzählt eine konkrete Geschichte aus der Entstehungszeit des Kurses – kleine, helle Spotlights auf die Begegnungen zwischen Jesus, Helen, Bill und ihren Kollegen. Plötzlich schaust du auf etwas so Menschliches, so Vertrautes – und durch Jesus' Sicht darauf wird auf einmal klar, wie du das, was dir in deinem eigenen Leben begegnet, anders sehen kannst.
Was mich daran am meisten berührt ist zu sehen wie Jesus mit Helen und Bill umgeht. Helen war oft skeptisch, widerwillig, von Zweifeln geplagt. Und auch Bill – so vernünftig und verlässlich er war – hatte seine Unsicherheiten, und Jesus blendet das nicht aus. Aber er drängte sie nie. Er wartete geduldig und gab beiden sein unerschütterliches, vollständiges Vertrauen.
Cameo 25 – Das Gebet, das Helen zum Weinen brachte
Das Cameo, das wir am letzen Montag in einer Live-Session für unseren Community Mitglieder aufgearbeitet haben, erzählt eine Geschichte, die ich immer wieder gerne lese, weil sie so viel enthält.
Helen schreibt an einem Abend, widerwillig, mit innerem Groll. Mitten im Schreiben verändert sich der Stil des Textes plötzlich, und sie ist sofort sicher: Jetzt ist es passiert. Jetzt ergibt es keinen Sinn mehr. Sie zögert.
Die Stimme sagt nur: „Schreib es einfach auf, wie es dir kommt. Du wirst es später erkennen."
Also schreibt Helen treu weiter. Und erst am nächsten Morgen, als sie Bill die Zeilen vorliest, hält sie inne. Und bricht in Tränen aus.
Was sie aufgeschrieben hatte, war eine Kursversion des Vaterunsers. Ein Gebet, das die vertrauten Worte aufgreift und von Grund auf neu formuliert – und so eine völlig neue Sicht eröffnet, die befreiend und berührend ist.
Die Cameo-Sessions in unserer Community
In den letzten Jahren haben Mimi und ich inzwischen sechs dieser Cameos übersetzt und in Live-Sessions besprochen – mit Raum für Fragen und Anliegen aller, die dabei waren.
Diese Aufzeichnungen stehen für Mitglieder unserer Community kostenlos bereit.
Und falls du noch nicht dabei bist: Unsere Community ist ein Ort für Menschen, die Ein Kurs in Wundern nicht nur lesen, sondern wirklich gemeinsam leben wollen. Wir bieten dort für alle regelmäßige Fragestunden und Meditation an. Für nur 48 €/Jahr bist du dabei!
Wir freuen uns auf dich.
In Liebe, Joan und Mimi
